Zweimal die Oberhand behalten (Die Oberbadische, 15.11.2016)

In beiden Spielen der Topscorer in der Mannschaft der Weiler Wasserballer: Markus Florian. (Foto: ZVG)
In beiden Spielen der Topscorer in der Mannschaft der Weiler Wasserballer: Markus Florian. (Foto: ZVG)

Weil am Rhein (mib). Einen Saisonstart nach Maß haben die Wasserballer der SSG Weil gefeiert. Nach dem 20:12 im Verbandspokal gegen die WBG Villingen-Schwenningen wurde derselbe Gegner einen Tag später am ersten Verbandsliga-Spieltag mit 13:3 aus dem heimischen Laguna-Sportbad geschossen.

 

„Ich bin voll zufrieden. Gerade wenn man die Vorbereitung betrachtet. Die lief nicht so gut“, freute sich Wasserballwart und Trainer Pio Reuter über die beiden deutlichen Erfolge. Während das Pokalmatch früh entschieden war, hielt der Gegner das Punktspiel lange Zeit offen. „Es war schwieriger als es das Ergebnis aussagt“, erklärt Reuter und verweist auf den Halbzeitstand. Da lag die SSG nur mit 3:2 vorn. „Die WBG ging hier viel aggressiver und konzentrierter zu Werke als noch tags zuvor“, meint der Trainer, der seinem Keeper ein Extralob ausspricht. „Alexander Kempf hat einen Sahnetag erwischt und beste Möglichkeiten zunichte gemacht. Er war wie eine Wand.“ Unter anderem hielt Kempf einen Strafwurf.

 

Erst als Weils Center Markus Florian im dritten Viertel „aufwachte“ und die Gäste ihr System etwas umstellen mussten, wurde die Geschichte deutlich. Florian erzielte innerhalb von drei Minuten vier Treffer in Serie und sorgte damit für die Vorentscheidung.

 

Tore für SSG Weil: Wittner 1, Grasso 2, Florian 7, Reuter 3.

 

Im Verbandspokal hat die SSG ebenfalls die Oberhand behalten und ist nun eine Runde weiter. Villingen-Schwenningen habe in dieser Begegnung „deutlich zurückhaltender agiert“, wie Reuter klar macht. Die Hausherren zogen schnell davon. Nach zwei Vierteln stand es bereits 10:3 für die Weiler. Die Partie war entschieden. Erst als bei der SSG der Schlendrian Einzug hielt, konnten die Gäste die Begegnung ausgeglichener gestalten. „Ab dem dritten Viertel war viel Larifari dabei“, resümiert Reuter. Die Verteidigung war nicht mehr so stabil, außerdem habe man drei, vier „unnötige“ Konter zugelassen. Allerdings: Die Weiler liefen nie Gefahr, die Pokalbegegnung noch aus der Hand zu geben. Dass die Gäste das letzte Viertel mit 5:3 für sich entschieden, war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

 

Tore für SSG Weil: Wittner 2, Armbruster 2, Grasso 2, Florian 6, Reuter 5, Hofmann 3.