Verbandsligist SSG Weil im 10-Punkte-Check (Badische Zeitung, 10.11.2016)

Die SSG Weil startet am Sonntag in die Saison.

Für Nils Hofmann und Co. geht es ins dritte Jahr Verbandsliga in Folge. (Foto: Grant Hubbs)
Für Nils Hofmann und Co. geht es ins dritte Jahr Verbandsliga in Folge. (Foto: Grant Hubbs)

 

WASSERBALL Verbandsliga.

 

Kurzzeitig waren sie in die Bezirksliga abgetaucht, doch seit 2014 spielen die Wasserballer der SSG Weil wieder Verbandsliga.

 

 

 

1. Ausgangslage
Der Schwerpunkt der Liga liegt im Württembergischen. Einige Gegner haben nur Freibecken zur Verfügung, weshalb Weil – mit einem Hallenbad als Heimat – im Spätherbst mit einer Serie an Heimspielen startet. Die Liga ist eng: In der Vorsaison trennten den Zweiten vom Vorletzten auf Rang neun lediglich fünf Zähler.


2. Kommen & Gehen

Die Weiler Wasserballer sind ein eingeschworener Haufen. Einzig Julius Theile hat die SSG berufsbedingt verlassen. Für den Club ein doppelter Verlust: Theile war einer der Topspieler und zudem als Fachwart eine organisatorische Stütze.


3. Atmosphäre im Verein

Hinter der SSG liegt ein Umbruch, der Vorstand hat sich neu aufgestellt. Die Wasserball-Abteilung ist Prestige für den Verein. Reuter sagt klar: Fahrten und Gebühren kosten mehr als die Sparte einbringt, die Sponsorensuche ist schwierig . Aber der Club unterstützt die Abteilung.

 

4. Der Trainer
In seine dritte Saison als Spielertrainer geht Pio Reuter. Der 38-jährige IT-Angestellte ist ein Weiler Eigengewächs und seit 24 Jahren bei der SSG. Bereits beim kurzen Ausflug in die Oberliga (2001/02) wirkte der Flügelspieler mit.


5. Das Training
Ins Becken geht’s zweimal in der Woche: Erst eineinhalb bis zwei Kilometer schwimmen, anschließend Wurf- und Technikübungen. Sind genügend Leute dabei, gibt’s auch ein Trainingsspiel.


6. Möglicher Spieler der Saison

Eine gute Physis und Torgefahr zeichnen Markus Florian aus. "Hat er den Kopf frei, ist er immer für fünf bis sieben Tore gut", sagt Reuter. In der Defensive ist Alexander Kempf der Trumpf. Der ehemalige Nationaltorhüter bringt noch immer höherklassiges Niveau mit. Hat Kempf einen guten Tag, "ist es schwer, uns zu schlagen".


7. Der Unterbau

Die Wasserballer teilen das Schicksal vieler Sportarten: überschaubarer Kader, schwierige Nachwuchsarbeit. Das Team umfasst nur zehn bis 13 Spieler. Die Jugend baut die SSG gerade wieder auf. Bis die Arbeit Früchte trägt, wird es dauern – die SSG-Talente sind erst zwölf Jahre alt.


8. Die treue Seele

"Das sind unsere beiden Galionsfiguren", sagt Reuter über Jürgen Wittner und Jürgen Benz. Wittner hat einen Großteil der Mannschaft im Nachwuchs trainiert, spielt seit Jahren an ihrer Seite. "Er ist für viele eine Vaterfigur." Benz ist nicht nur im Vorstand tätig, sondern auch noch aktiver Spieler – mit nun 60 Jahren.


9. Unangenehmste Auswärtsfahrt

Probleme bekommen die Weiler in 50-Meter-Außenbecken. Die Bahn ist gleichmal um fünf Meter länger, "das merken wir sofort", so Reuter. Gerade den Auftritt in Reutlingen macht das schwerer. Denn: "Das ist eine Schwimmermannschaft."


10. Aussicht
Die SSG ist spielerisch stark und routiniert, doch bringt das höhere Alter im Gegenzug Nachteile im konditionellen Bereich. In der ausgeglichenen Liga peilt das Team den Klassenerhalt an. Im Lagunabad bestreitet Weil zunächst acht Partien in Folge – es gilt, zuhause die wichtigen Punkte zu sammeln.

Auftakt: 13. November: WBG Villingen-Schwenningen (H).