Werbung für das Ehrenamt (Badische Zeitung, 04.03.2017)

Trotz Niedrigzins: Stiftung der Sparkasse verteilt 15 715 Euro an Vereine und soziale Einrichtungen.

Auch in diesem Jahr profitieren viele Vereine und Organisationen von der Sparkassenstiftung.  (Foto: Steineck)
Auch in diesem Jahr profitieren viele Vereine und Organisationen von der Sparkassenstiftung. (Foto: Steineck)

WEIL AM RHEIN. Die jährliche Spendenübergabe der Stiftung der Sparkasse Markgräflerland zeigte gestern wieder, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement in der Region ist. Von der Bergwacht über den Asylkreis bis zum Akkordeonorchester wurden zahlreiche Vereine und Organisationen im Geschäftsbereich der Sparkasse Markgräflerland mit einer finanziellen Zuwendung bedacht. Zugleich feierte die Sparkassenstiftung ihr zehnjähriges Bestehen. Die Zeiten seien auch für Stiftungen alles andere als leicht, waren sich der Vorstandsvorsitzende Ulrich Feuerstein und Oberbürgermeister Wolfgang Dietz einig. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank betreffe auch Stiftungen und habe somit widrige Auswirkungen direkt in die Gesellschaft hinein, legte Ulrich Feuerstein dar. Schließlich sei es das Prinzip von gemeinnützigen Stiftungen, dass Geld auf die hohe Kante gelegt wird und mit den Zinsen daraus Institutionen bedacht werden, die Menschen unterstützen, wie OB Dietz sagte. Umso mehr freuten sich die beiden darüber, dass die Stiftung für das Markgräflerland, die 2007 mit einem Kapital von 200 000 Euro gegründet wurde, im zehnten Jahr ihres Bestehens über ein Vermögen von 3,2 Millionen Euro verfügt, das sich aus finanziellen Zuwendungen in Form von Spenden und Erbschaften zusammensetzt.

 

Als "Werbung für das Ehrenamt" bezeichnete Ulrich Feuerstein die gestrige Spendenübergabe. Zahlreiche der Institutionen, die mit insgesamt 15 715 Euro bedacht wurden, nutzten denn auch die Gelegenheit, ihre Tätigkeit vorzustellen. So berichtete Guido Strack von der Isteiner Ortsgruppe der Bergwacht Schwarzwald über die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer im Bereich Naturschutz und Rettungsdienst. Thomas Göke und Tobias Brodda von der Schwimmsportgemeinschaft Weil am Rhein erzählten von der Wasserballgruppe mit 21 Kindern. Corinne Biggs vom katholischen Kindergarten in Friedlingen brachte den Zuhörern die Arbeit mit Kindern nahe, die größtenteils Migrationshintergrund haben. Für den Asylkreis "Füreinander" aus Efringen-Kirchen warb Markus Schwarz. Harald Werner stellte den Weiler Arbeitskreis für Tschernobylkinder vor, der regelmäßige Besuche von Kindern aus Shlobin im Markgräflerland ermöglicht.

Neben den genannten Einrichtungen konnte sich in Weil am Rhein auch der Förderverein der Rheinschule über eine Zuwendung freuen. Die Landjugend Egringen, die Ersthelfergruppe aus Malsburg-Marzell und das Akkordeonorchester Grenzach gehörten ebenfalls zu denen, die in diesem Jahr von der Stiftung für das Markgräflerland bedacht wurden. Vereine und Organisationen können sich an diese wenden und für eine Zuwendung vorgeschlagen werden, Dieter Fehrle vom Stiftungsmanagement ist dann für die endgültige Auswahl mitverantwortlich.